FAQ - Häufig gestellte Fragen

Allgemeine Fragen zum Thema Diabetes – In diesem Bereich haben wir Ihnen einige Begriffe und Informationen zum Thema Diabetes bereitgestellt. Diese erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Für eine ausführliche, individuelle Beratung empfehlen wir Ihnen in jedem Fall den Besuch eines qualifizierten Arztes.

Blutdruck
Ein erhöhter Blutdruck ist bei Menschen mit Diabetes häufig festzustellen. Um das Risiko von Schlaganfall, Herzinfarkt, Augen- und Nierenschäden zu verringern, sollten Sie bei jedem Arztbesuch Ihren Blutdruck messen lassen und eine gute Blutdruckeinstellung anstreben (medikamentöse Behandlung, Schulung).

Blutfette
Blutfette (Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride) im erhöhten Maße stellen ein zusätzliches Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen dar. Eine Ernährungsberatung ist sehr sinnvoll.

Fettleber
Eine Fettleber kann die Insulinwirkung verringern sowie eine erwünschte Gewichtsreduktion blockieren. Mithilfe einer speziellen Diät kann dieser Prozess rückgängig gemacht werden.

Körpergewicht
Das Körpergewicht spielt eine wichtige Rolle bei der Verminderung des Krankheitsrisikos. Zusammen mit Ihrem Arzt legen Sie das Zielgewicht so fest, dass Sie es nicht nur erreichen, sondern auch langfristig halten können. Körperliche Bewegung hilft Ihnen sehr dabei, Ihr Ziel zu erreichen.

Rauchen
Rauchen verursacht neben chronischer Bronchitis und Lungenkrebs Durchblutungsstörungen des Herzens und der Beine. Da Menschen mit Diabetes häufig unter Durchblutungsstörungen leiden, ist Rauchen in ihrem Fall besonders schädlich. Sie sollten daher auf das Rauchen verzichten.

Schulung
Die Schulung ist die Basis für die Behandlung von Menschen mit Diabetes. Sie ermöglicht, dass Sie im Alltagsleben mit Ihrem Diabetes sicher und angstfrei umgehen können. Ihr qualifizierter Arzt (Diabetologe) beantwortet Ihnen gern Ihre Fragen dazu.

Wohlbefinden
Die wichtigste Voraussetzung Ihres Wohlbefindens als Mensch mit Diabetes ist eine optimale Stoffwechseleinstellung. So verursacht ein höherer Blutzuckerspiegel häufig Müdigkeit und Lustlosigkeit. Die Behandlung durch Ihren qualifizierten Arzt kann die Grundlage für eine gute Blutzuckereinstellung bieten.

Fragen zu Stoffwechselentgleisungen
Das Ziel von Schulung und Behandlung von Menschen mit Diabetes und ihren Angehörigen ist die Vermeidung schwerer Stoffwechselentgleisungen, die auf einer unangemessenen Stoffwechseleinstellung basieren.

Alkohol
Der Konsum von Alkohol kann auch in kleineren Mengen und viele Stunden nach der Einnahme zu Unterzuckerungen führen.

Schwere Hypoglykämie
Damit sind Unterzuckerungen gemeint, die zu Hilflosigkeit oder gar Bewusstlosigkeit führen. Sie und Ihre Angehörigen sollten sich darüber informieren, wie Sie in einer solchen Situation erfolgreich handeln können.

Erhöhter Blutzucker und Stoffwechselentgleisungen
Hohe Blutzuckerwerte (über 200 mg/dl) führen häufig zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Blutzuckerwerte über 300 mg/dl bergen immer die Gefahr einer Stoffwechselentgleisung. Ihr Arzt sollte Sie auf die notwendigen Verhaltensweisen in diesen Situationen hinweisen.

Stoffwechseleinstellung und Folgeschäden
Eine konstante optimale Blutzuckereinstellung kann das Risiko von Folgeschäden erheblich reduzieren. Führen Sie regelmäßig Ihr Diabetes-Tagebuch und achten Sie neben der optimalen Stoffwechseleinstellung darauf, dass Sie das Rauchen, Alkohol und ungesunde Nahrung vermeiden und sich regelmäßig bewegen.

Schwangerschaft und Diabetes
Bei gut eingestelltem Diabetes mell. ist eine Schwangerschaft kein Problem. Typ 1- und Typ 2-Diabetikerinnen sollten vor der Empfängnis eine möglichst gut eingestellte Blutzuckerstoffwechsellage haben und schon bei geplanter Schwangerschaft Folsäure-Tabletten einnehmen. Jede Schwangere ohne bekannten Diabetes sollte in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche einen Blutzuckerbelastungstest (Glucose-Challenge-Test) bei ihrer/ihrem Frauenärztin/arzt mit 50 g Glukose durchführen lassen. Sollte der nach einer Stunde bestimmte Blutzuckerwert über 135 mg/dl liegen, sollten Sie umgehend einen Diabetologen aufsuchen.

Füße bei Diabetikern
Jeder Diabetiker sollte täglich seine Füße ansehen. Es gibt den Schulungskurs „Barfuß“, der in Diabetes-Schwerpunktpraxen angeboten wird. In ihm können Sie lernen, wie Sie mit Ihren Füßen umgehen sollten, um Gefahren zu vermeiden. Bei einer Verletzung an den Füßen sollten Sie umgehend (innerhalb von 24 Stunden) einen qualifizierten Arzt (Diabetologe mit Fußbehandlungserfahrung) aufsuchen.

Ihre Möglichkeiten als Mensch mit Diabetes
Im Gespräch mit dem Diabetologen wird die für Sie passende Therapieform festgelegt. Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Verfügung: Die Änderung des Lebensstils, Medikamente und Insulin können in verschiedenen Kombinationen eingesetzt werden.
Eine auf Ihre Therapieform zugeschnittene Schulung bereitet Sie auf den alltäglichen Umgang mit Diabetes vor. Die weiterführende Betreuung umfasst regelmäßige Stoffwechselkontrollen, körperliche Untersuchungen, Behandlung von ev. Folgeerkrankungen sowie individuelle Beratungen zu Ihren Diabetes-Anliegen. In Einzelberatungen zur Ernährung, Medikamenten-/Insulindosierung und anderen Fragen zu Diabetes kann individuell auf Ihre Situation eingegangen werden.

Ihre Aufgabe als Mensch mit Diabetes
Als Diabetes-Patient haben Sie die Möglichkeit, diese Krankheit selbst zu kontrollieren. So können Sie sich einen vernünftigen Lebensstil zu eigen machen. Ernähren Sie sich gesund, überprüfen Sie regelmäßig Ihr Gewicht und Ihre Füße, sorgen Sie für ausreichend Bewegung und verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten.

Informieren Sie sich, wann bzw. in welchen Notfällen Sie dringend den Kontakt zu Ihrem Arzt aufnehmen sollten. Sie können lernen, mit Diabetes zu leben, indem Sie Ihre persönlichen Freiheiten und Ihre Grenzen richtig definieren. Sprechen Sie dazu auch mit Ihrer Familie, holen Sie sich Rat bei anderen Menschen mit Diabetes oder bei Diabetiker-Verbänden.